Gebrüder Haff, Pfronten.

In 1835 sons of clockmaker Thomas Haff; Fritz, Heinrich, and Karl  establish Gebrüder Haff in the town of Pfronten. During the 19th century they produce Swiss, Dutch, French, Haff, round and flat pattern drawing instruments. Successors were the sons of the 3 brothers; Adolf Haff born in 1844, Max Haff (*1850-†1921), and Otto Haff (*1855-†1908). In 1916 the son of Max Haff, Dipl.-Ing. Heinrich Haff was made partner in the firm and became sole proprietor of the company in 1922. In 1925 Gebr. Haff provided work for 180 employees. [3]

Gebr. Haff products in 1935. [3]
Gebr. Haff products in 1935. [3]

Haff advert 1908
Haff advert 1908

Gebr. Haff display 4 cases of drawing instruments, one with German silver instruments, the other 3 with brass instruments, at the Berlin Industrial Exhibition in 1844. At the Nuremberg Industrial Exhibition of 1840 Haff receive a Silver Medal.

Amtlicher Bericht über die allgemeine Deutsche Gewerbe Ausstellung zu Berlin im Jahre 1844, page 416. Google Books. 

In 1871 Gebr. Haff employ 21 workers in their factory with 10 workers externally. Amtlicher Katalog der Ausstellung des Deutschen Reiches 1873, page 501. Google Books.

Haff exports drawing instruments to Austria, Russia, and America.

Jahresbericht der Handels- und Gewerbekammer für Schwaben und Neuburg: 1871. Google Books. 

Haff at the Chicago Exhibition in 1893.
Haff at the Chicago Exhibition in 1893.
Haff's company logo in 1897.
Haff's company logo in 1897.

Elliptical compass, 2nd half 20th century.

NOTES / REFERENCES

 

1. STARCK, Georg; Die Entwicklung der Deutschen Reißzeugindustrie, Universitätsverlag von Robert Noske in Borna-Leipzig, 1925.

 

2. Ueber den Zustand der bayerischen Gewerbsindustrie: Insbesondere seit dem... 1836, page 164. Google Books. 

 

3. Festschrift zum Hundertjährigen Bestehen der Firma Gebrüder Haff Fronten Bayern 1835-1935. 

Die Familie Haff ist seit Jahrhunderten im Pfrontner Tale ansässiges, mit der Scholle verwachsenes Bauerngeschlecht. Aus diesem hervorgegangen gründeten im Jahre 1835 die Brüder Fritz, Heinrich und Karl Haff in Ihre Heimat Pfronten ein Unternehmen zur Herstellung von mathematischen Instrumenten und Reisszeugen, nachdem sie ihre Lehr- und Wanderjahre in damals berühmtesten Werkstätten Süddeutschlands und der Schweiz verbracht hatten. In der Uhrmacherwerkstätte ihres Vaters Thomas Haff als Feinmechaniker herangebildet, haben Fritz und Heinrich von ihrem Vater bereits eine Einführung in den Apparatenbau und Herstellung mathematischer Instrumente erhalten. Während der Napoleonischen Kriege waren die mit Grenzvermessungen in den bayerischen Bergen betrauten Offiziere und Geometer auf die Präzisionsarbeiten der Werkstätte von Thomas Haff aufmerksam geworden und bevorzugten dieselbe mit Aufträgen betreffend Reparatur ihrer Vermessungsinstrumente.

 

Von Vater angeregt, gingen die beiden Brüder Fritz und Heinrich anfangs der dreisiger Jahre in das damals in Süddeutschland führende Ertel'schen vormals Reichenbach'sche Institut in München. Dort vervollkommneten sie sich in der Herstellung von mathematischen Instrumenten. Daneben studierte Heinrich Haff eifrigst Mathematik.

 

 

Am weitesten in der damals noch recht engen süddeutschen Welt herumgekommen ist Heinrich Haff, den sein Weg nach Chaux de Fonds und nach Schaffhausen in das Institut von Professor Amsler führte. In der Schweiz lernte Heinrich Haff die Bedeutung des bereits am Anfang des Jahrhunderts von Trimeter [Johann Martin] Hermann (einem gebürtigen Pfrontner) erfundenen Polarplanimeters kennen, das in den fünfziger Jahren von Professor Amsler in genialen Weise vervollkommnet und in eine für die Praxis brauchbare Form gebracht wurde. Aus der Schweiz zurückgekehrt, gelang es ihn nach längeren Versuchen die Fabrikation der Polarplanimeters aufzunehmen und immer mehr zu verbessern. Daneben wurden auch Chronometer, Prachtstücke von Präzisionsuhren fabriziert, die noch heute in den süddeutschen Schlössern und Staatsgebäuden als Beispiele einheimischer Industrie zu sehen sind.

  

Auch die Reisszeugfabrikation wurde schon vor Mitte des 19. Jahrhunderts aufgenomen. Bei Heinrich Haff lernten zahlreiche junge Feinmechaniker, die spatter zum Teil heute noch bestehende Firmen gründeten. Besonders geschätzt wurde Heinrich sein Schüler Hermann Wetzer, der Begründer der Pfronter Firma H. Wetzer, welche Apparatenbau sich einen führende Namen erworben hat. Auch der Begründer der Bekannten Firma Riefler in Nesselwang hat bei Heinrich Haff gelernt.